Was muss ich bei Kahlhieben beachten?

Was muss ich bei Kahlhieben beachten?

Kahlhiebe in hiebsunreifen Hochwaldbeständen und gleichzusetzende Einzelstammentnahmen sind verboten. Verboten sind weiters Großkahlhiebe im Hochwald. Dabei handelt es sich um Kahlhiebe ab 2 Hektar (ab einer Breite von 50 Metern) oder Kahlhiebe ab drei Hektar (unter einer Breite von 50 Metern). Es gibt auch hier auf Antrag Ausnahmen vom Verbot (§ 82 Abs 3) und die Landesgesetzgebung kann die Obergrenze der Hiebsunreife von Hochwaldbeständen für bestimmte Gebiete auch verändern (§ 95).

Gesetz Verbot von Kahlhieben ansehen

Plant man einen Kahlhieb oder eine Einzelstammentnahme mit den selben Ausmaßen außerhalb dieser Verbote, muss man diesen bei der Behörde bewilligen lassen.

  • Ab einer Größe von einem halben Hektar oder
  • wenn die Maßnahme an eine kahle Fläche (bzw. an eine Fläche mit nicht gesicherter Verjüngung) angrenzt und die danach entstehende gesamte unbestockte Fläche/Hiebsfläche zusammen mit der nicht gesichert verjüngten Fläche einen halben Hektar oder mehr betragen würde.

Gesetz bewilligungspflichtige Fällungen ansehen

 

Was muss ich beachten, wenn ich in meinem Wald Holz fällen möchte?

Was ist bei der Holzernte zu beachten?

Zuerst muss klargestellt werden, dass es sich um eine freie Fällung handelt und nicht etwa um einen verbotenen Kahlschlag. Nach einer freien Fällung bleibt immer gesicherte Verjüngung zurück. Es kann auch sein, dass es sich um Fällungen infolge von Schadereignissen handelt oder diese für die Bringung notwendig ist.

Gesetz freie Fällungen ansehen

Umfasst die freie Fällung ein halbes Hektar oder mehr, müssen die geplanten Arbeiten spätestens eine Woche vor Beginn den Behörden gemeldet werden. Bei der Fällung und Aufarbeitung ist jede Beschädigung stehender Bäume und Jungbäume tunlichst zu vermeiden. Bei den Ausmaßen der freien Fällung können in den Ländern Salzburg, Tirol und Vorarlberg andere Grenzen gelten (§ 96 und § 97).

 

Mein Wald ist Schutzwald. Was ist zu beachten?

Mein Wald ist Schutzwald. Was ist zu beachten?

  • Die Behörde kann Ihnen vorschreiben, mit welchen Baumarten Sie Ihren Wald aufforsten müssen. Es dürfen Ihnen aber keine erheblichen Mehrkosten entstehen (Abs. 1 a).
  • Alle Fällungen in der Kampfzone des Waldes und in den Arbeitsfeldern der Wildbach- und Lawinenverbauung können an eine Bewilligung gebunden werden (Abs. 1 b).
  • Die Behörde kann Ihnen bestimmte Fällungen vorschreiben (Abs. 1 f).
  • Die Behörde kann mit der Bewirtschaftung auch die Dienststelle beauftragen (Abs. 2)

Gesetz Waldbehandlung in Einzugsgebieten ansehen