Wo bekomme ich passendes Saatgut?

Der wichtigste Faktor einer erfolgreichen Saat ist eine gute Qualität des Saatgutes. Da die Erbanlagen des Saatgutes und der Sämlinge für den Konsumenten nicht erkennbar sind, muss eine Kennzeichnung des Vermehrungsgutes erfolgen. Für Forstliches Vermehrungsgut wird seit 2003 bei jeder Ernte von den zuständigen Behörden ein Stammzertifikat ausgestellt (vor 2003: Begleitschein). Die Nummer des Stammzertifikats erlaubt eine eindeutige Identifizierung der Ernte und eine Verknüpfung mit der beernteten Herkunft. Mit dieser Nummer kann der Waldbesitzer bei Forstbaumschulen nach Pflanzgut anfragen.

Zu beziehen ist qualifiziertes Saatgut über Klenganstalten oder Forstgärten.

Das Saatgut der Hauptbaumarten kommt entweder aus anerkannten Saatguterntebeständen oder Samenplantagen. Für seltenere Baumarten, von denen es keine ausreichend großen natürlichen Bestände mehr gibt, wurden vom Bundesforschungszentrum für Wald sogenannte Generhaltungsplantagen eingerichtet, deren Ziel primär die Erhaltung der genetischen Vielfalt ist.

Bei Unklarheiten holen Sie sich Rat von Expertinnen und Experten der beratenden Institutionen.