Soll ich Äste und Nadeln bei der Nutzung im Wald belassen?

Soll ich Äste und Nadeln bei der Nutzung im Wald belassen?

Viele Waldbewirtschafter und Waldbewirtschafterinnen befürchten, dass bei der Nutzung im Wald verbleibendes Astmaterial Schädlinge wie Borkenkäfer erst recht anlocken könnte. Auf der anderen Seite steht die Sorge, mit den Ästen, Zweigen und Laub bzw. Nadeln zu viele Nährstoffe aus dem Wald raus zu transportieren.

Eine einfache Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Es kommt auf viele Faktoren an, wie hoch das Befallsrisiko für einen Wald ist:

  • Auftreten von Käfer-Massenvermehrungen in der Umgebung
  • Durchmesser des Astmaterials
  • Vitalität des Waldes
  • Art der Schädlinge

Ist der Befallsdruck, zum Beispiel für Borkenkäferarten hoch, kann man dickere Äste oder dünne Stämme, die man liegen lassen will, entrinden oder häckseln. Das Verbrennen von Pflanzenresten ist im Forstgesetz geregelt und "nur zulässig, wenn damit nicht der Wald gefährdet, die Bodengüte beeinträchtigt oder die Gefahr eines Waldbrandes herbeigeführt wird". Will man das Astmaterial verbrennen muss man vorher der Gemeinde Bescheid sagen.