Borkenkäfer

Die gefährlichsten Borkenkäfer, der Buchdrucker und der Kupferstecher, schwärmen meist mit den ersten warmen Sonnenstrahlen aus ihren Brutstätten aus. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Ihrem Treiben Einhalt zu gebieten.

Der Buchdrucker

Der Achtzähnige Fichtenborkenkäfer, auch Buchdrucker genannt, ist der gefürchtetste Schädling im heimischen Wald. Bei für ihn günstiger Witterung und genügend Brutmöglichkeiten kann er in älteren Fichtenbeständen katastrophale Schäden verursachen.

Die Käfer schwärmen Mitte April bis Ende Mai, sobald die Tagestemperatur ertwa 18° bis 20° Celsius erreicht hat. Der Schwärmhöhepunkt der zweiten Generation liegt im Juli und im August. Durch den Klimawandel begünstigen sich die Bedingungen für den Käfer und er legt in manchen Gegenden sogar eine dritte Generation an, die dann im Larvenstadium überwintert und im Frühjahr einen Startvorsprung hat.

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Der Borkekäfer befällt mit Vorliebe schwache und kränkelnde Bäume. Erreicht die Massenvermehrung ein entsprechendes Ausmaß, werden auch gesunde Fichten befallen.
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Die Weibchen legen einen zweiarmigen Längsgang an, in dem die Eier abgelegt werden. Die Larven nagen beiderseits Gänge, wodurch das typische Fraßbild entsteht.

Haben Sie Buchdrucker in Ihrem Wald entdeckt, melden Sie den Befall umgehend der Bezirksforstinspektion! Starten Sie dann die Bekämpfung indem Sie alle befallenen Bäume aus dem Wald entfernen. Ein Profi von der Behörde kann Ihnen dabei helfen oder Ihnen regionale Ansprechpartner nennen.

Die beste Vermeidungsstrategie gegen Borkenkäfer ist die Vorbeugung. Nur durch eine saubere Waldwirtschaft kann erreicht werden, dass diesen Schädlingen kein Brutmaterial zur Verfügung steht. In Gebieten, in denen der Borkenkäfer quasi vor der Türe steht, sollten Bruchholz und kranke Bäume rasch aus dem Wald entfernt werden. Wenn sich die Aufarbeitung nach einem Unwetter verzögert, kann man zumindest die Stämme entrinden.

Der Kupferstecher

Der Kupferstecher ist eine weitere sehr gefährliche Borkenkäferart. Er ist für das Absterben von jüngeren Fichten verantwortlich, kann aber auch ältere Bestände schädigen. In wärmeren Gegenden beginnt der Käfer schon im Laufe des April zu schwärmen, im Bergland fliegt er erst im Mai und Anfang Juni aus. Er bevorzugt Stamm und Äste von kleineren und dünneren geschwächten Fichten oder auch nach der Fällung liegen gebliebene Ast- und Wipfelstücke.

Auch der Kupferstecher kann bei für ihn günstigen Bedingungen im Spätsommer eine dritte Generation anlegen und bei entsprechendem Massenbefall auch gesunde Fichten schädigen. Dieser Schädling ist aber auch an Douglasie, Lärche und Tanne zu finden.

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Die Grundsäze der Borkenkäfervorbeugung gelten auch für den Kupferstecher.
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Das für den Kupferstecher charakteristische Fraßbild ist der Sterngang.
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Das Rotwerden von Nadeln ist oft auf den Kupferstecher zurückzuführen.